Brauhaus Bad Sobernheim

Erweiterungsneubau und Umbau des Kulturdenkmals Disibodenberger-Kapelle zu einer Brauereigaststätte

Die Disibodenberger Kapelle wurde im 15. Jahrhundert in Bad Sobernheim errichtet und gilt als herausragendes Kulturdenkmal jener Zeit. Das Gebäude wurde jedoch nur knapp 100 Jahre als Sakralbau genutzt und stand lange Zeit leer. Jetzt soll es eine neue Nutzung erhalten und so der Fortbestand des Kulturgutes gesichert werden.

Architektur

Die Kapelle wird zu einer Brauereigaststätte umgenutzt. Dafür nutzen wir einen Teil der in der Vergangenheit eingezogenen Zwischendecken und bauen diese nur teilweise zurück, so dass der ehemalige Sakralraum wieder in seiner ursprünglichen Form erfasst werden kann.

Die notwendige technische Infrastruktur der Gastronomie, sowie die erforderlichen Sanitärbereiche und Lagerräume werden in einem Nebengebäude untergebracht. Der Neubau wird mit verglasten Gängen an die Kapelle angeschlossen.

Die Brautechnik und der Gär- und Lagerkeller befinden sich  im Gewölbekeller der Kapelle. Ein Biergarten und ein weiteres Funktionsgebäude komplettieren den Entwurf.

Die spätgotische Kapelle gehörte zum Bad Sobernheimer Wirtschaftshof des Klosters Disibodenberg, der Wirkungsstätte der Heiligen Hildegard von Bingen (übrigens wahrscheinlich die erste Frau, die etwas über die Bierbraukunst geschrieben hat). Wegen ihrer großen, vollständig erhaltenen Dachstühle aus dem 15. Jahrhundert und einer kunsthandwerklich gestalteten Zwischendecke aus dem 16. Jahrhundert ist die Kapelle ein bedeutendes Technikdenkmal des Zimmermannshandwerks.

Typologie
Umbau
Erweiterung
Neubau

Ort
Bad Sobernheim

Fertigstellung
2018

Auftragsart
Auftrag nach Realisierungswettbewerb

Leistungsumfang
Architektur
Lph. 1 – 5
Künstlerische Oberleitung

Bruttogrundfläche
ca. 3.000 qm