Solarsiedlung

Planungsverfahren "Wohngebiet Liebigstraße"

Städtebau
Die sehr gute und zentrale Lage, aber auch ein unwirtliches Umfeld kennzeichnet das Planungsgebiet. Es ist aus unserer Sicht deshalb von hoher Bedeutung mit klaren identitätsstiftenden städtebaulichen Motiven das neue Stadtquartier zu entwickeln. Im Rahmen der Überarbeitung wurde auch der B-Plan 12 mit den angrenzenden Baufeldern aufgenommen und mit den Intentionen des städtebaulichen Gesamtkonzeptes abgeglichen. Die im Planungsgebiet liegenden privaten Bestandsareale sind in das städtebauliche Konzept integriert und können auch zu einem späteren Zeitpunkt einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Am Quartiersplatz
Die Collage ermöglicht unter Einbindung der vorhandenen großformatigen Bebauung mit den neuen Bausteinen urbane Räume. Der südwestliche Stadtteileingang am Bahnhof wird bestimmt durch ein Sonderbaufeld an der Diagonale, als Zugang zum Quartiersplatz und zu den Stadtwerken. Der von den neuen Wohnhäusern und Bestandsgebäuden gefasste Quartiersplatz setzt mit seinen herausgehobenen grünen Inseln ein städtebauliches Highlight. Es bestehen vielfältige Aufenthalts-, Durchquerungs- und Spielmöglichkeiten. Die Einbindung der Parkierungsflächen des Wohnhochhauses, z.B. mit einer Überbauung, ist ein weiterer wichtiger Baustein bei der Entwicklung des Quartiers. Die vorhandene Trafostation kann integriert werden. Somit entsteht zum Auftakt ein urbaner Ort als vermittelnde Basis für die Entwicklung des neuen Stadtquartiers.

Die Solarsiedlung
Die Solarsiedlung mit nach Süden ausgerichteten dreigeschossigen Gebäudestrukturen bedeutet eine klare Raum bildende Vorgabe in überschaubaren, ablesbaren Baufeldclustern. In dieses Konzept lassen sich alle wünschenswerten Wohntypologien integrieren. Die unterschiedlich großen Baufelder und Parzellen ermöglichen zudem eine vielfältige atmosphärische Dichte und bieten damit eine gute Voraussetzung für die verschiedenen Wohnungsangebote und individuellen Modifizierung der einzelnen Cluster. Die Gemeinschaftsflächen in den Wohnhöfen bieten neben ihrem Nutzungsangebot noch genügend Freiraum für eine individuelle Aneignung durch die Bewohner. Zur Ausstattung gehören befestigte Flächen mit Sitzelementen zum Treffen. Rasenflächen bieten Raum für Spielgeräte und kreatives Kinderspiel. Die abschnittsweise Entwicklung ist in klar abgegrenzten Bauphasen gegeben.

Das Freiraumkonzept
Das Planungsgebiet erhält ein differenziertes auf die Nutzugsanforderungen abgestimmtes Freiflächenangebot. Es entstehen kleinteilige wohnungsnahe Angebote in Form von Wohnhöfen, Quartiersbezogene Plätze und Freianlagen sowie eine Vernetzung mit den angrenzenden Landschaftsräumen. An der Kreuzung Moselstraße – Sonnenallee ist ein Spielpark mit einem fein abgestimmten Spiel- und Freizeitangebot für das gesamte Quartier geplant – gleiches gilt für den Park am Familienzentrum. Analog dem Quartiersplatz bildet der Park den nördlichen Stadtteileingang und den Übergang in den Landschaftsraum.

Typologie
Neubau
Wohnen
Städtebau

Ort
Langen

Auftragsart
Wettbewerb 2012
1. Preis

Leistungsumfang
Rahmenplanung