Sporthalle Hameln

Neubau einer 3-Feld-Sporthalle

Die ehemalige „Sporthalle Nord“ in Hameln musste im Jahr 2012 aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Auf der frei gewordenen Fläche wurde im Auftrag der Stadt eine neue Dreifeldsporthalle errichtet.

Städtebau

Das Baufeld liegt in der Hamelner Nordstadt auf dem Grundstück der Pestalozzischule. Mit Rücksicht auf die beengte Grundstückssituation und die kleinteilige Umgebungsbebauung wird das erhebliche Volumen der Dreifeldsporthalle um ein Geschoss in die Erde gesenkt.

Architektur

Ein großzügiger, einladender Vorplatz bildet zentral zwischen Schulhof, Parkplatz und Außensportanlagen das Entree zur neuen Sporthalle Nord. Er leitet auf das Gebäude zu und scheint sich über eine große rückspringende Glasfassade bis in das erdgeschossige Foyer fortzusetzen, so dass Innen- und Außenraum miteinander verbunden werden. Die Foyerräume können flexibel genutzt werden. Ein eingestellter, holzbekleideter Kubus mit Getränkeausgabe und integrierter Garderobe teilt das Foyer in eine Erschließungszone und einen durchgangsfreien Bereich.

Neben weiteren anschließenden Funktionsräumen ist vom Foyer aus außerdem die Sporthalle direkt für Besucher einsehbar. Die fest installierte Zuschauertribüne mit 199 Plätzen ermöglicht einen guten Blick auf die ein Geschoss tiefer gelegene Sportfläche. An das Spielfeld schließen sich im Untergeschoss die Geräteräume, sowie Gruppenumkleiden mit Duschen und WCs an.

Auf allen drei Gebäudeaußenseiten, die das Sportfeld der Dreifachsporthalle umschließen, führen großzügige Fensterbänder entlang. Sie ermöglichen in Verbindung mit Oberlichtbändern an den Giebeln eine Querlüftung, sowie viel natürliches Tageslicht in der Halle. Der Innenausbau wird daneben von warmen und hellen Holzflächen mit hohem Lichtreflexionsgrad dominiert, die für eine kurze Nachhallzeit sorgen. So verbinden wir Funktionalität und Ästhetik und schaffen eine helle, freundliche und angenehme Atmosphäre mit optimale Bedingungen für erfolgreichen Sport.

Die äußere Erscheinung des kubischen Gebäudes wird von einer vertikalen Holzschalung geprägt. Das Foyer sowie das umlaufende Fensterband im Hallenbereich gliedern die Fassade ruhig und klar. Die Flächen unterhalb der Verglasung sind mit Klinkerriemchen verblendet. So entwickeln wir eine nachhaltige und langlebige Fassade mit einem natürlichen Erscheinungsbild, das sich in die Umgebung einfügt.

Das Spielfeld mit den angegliederten Nebenräumen liegt somit ein Geschoss unterhalb der Schulhofebene und sind über einen Aufzug vom Foyer barrierefrei zu erreichen.
Die Hallenebene mit den Geräteräumen, sowie die Umkleiden mit Duschen liegen ein Geschoss unterhalb des Schulhofniveaus.

Bemerkenswert

  • Je nach Veranstaltungsgröße und Nutzungsanforderung können die Foyer-Räume flexibel genutzt werden.
  • Neben der Haupttreppe verbindet ein Lift die Sportlerebene mit dem Foyer. Auch die Zuschauertribüne ist ebenerdig erreichbar. So ist das gesamte Gebäude barrierefrei konzipiert.
  • Für den Innenausbau wurde ein besonderer Fokus auf geruchs- und emissionsarme Bauprodukte gelegt.

Typologie
Neubau bei laufendem Schulbetrieb
Sporthalle

Ort
Hameln

Fertigstellung
2015

Auftragsart
Auftrag nach Wettbewerb

Leistungsumfang
Architektur
Leistungsphase 1-9

Bruttogrundfläche
ca. 2.500 qm