Mutter-Kind-Haus

Neubau eines Mutter-Kind-Hauses als Passivhaus

Unser STERN-Wunschhaus ist dem Traumhaus unserer Kindertage ähnlich:
Eine kleine Hütte ganz versteckt zwischen Bäumen und Sträuchern. Diese Hütte war nicht klein, weil wir sie nicht größer hätten bauen können. Sie war klein, weil wir sie so verstecken und dann ganz ausfüllen konnten, allein oder zu zweit. Aus einem großen Anstandshaus kann man gut zwei kleine Traumhäuser machen. Denn wer sagt, dass nur Familien freistehende Häuser bewohnen dürfen? Und wer behauptet, dass Familien nicht in zwei Häuschen wohnen können – die Kinder hier, die Eltern drüben? Oder Pärchen: er hier, sie dort? Oder zwei Mütter mit Kind? …
Die Fantasie der Bewohner wird die beiden Häuser in eine Beziehung bringen, die zu ihnen passt:
eine verbindende Veranda, eine Brücke als gemeinsamer Balkon oder kleine Veranda, ein kleiner Hof oder nur ein Pfad durch Bäume und Stauden. Man kann auch erstmals nur mit einem Häuschen anfangen und später das zweite dazu bauen. Oder das zweite gleich als Ausbauhaus daneben stellen und dann in den Feierabenden nach und nach ausbauen. Das Ersthaus ist immer unterkellert, Zweithaus nicht. Zur Straße hin gibt es, wenn dort nicht schon ein Altbau steht, immer ein Eingangsgebäude:
ein Dach, unter dem die Autos, die Surfbretter, die Bikes, die Mülleimer untergebracht werden und unter das sich die Kinder bei Regen verziehen.

Typologie
Neubau
Wohnen

Ort
Oberhausen ua

Fertigstellung
1998

Auftragsart
Realisierungswettbewerb STERN und Schwäbisch Hall
1. Rang